Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen

Unterkunft Saint Vincent mit Batichêne

Denkmalgerechte Renovierung in Burgund

Wenn mittelalterliches Erbe auf zeitgenössische Architektur trifft – mit BatiChêne

Im Herzen eines denkmalgeschützten Ortes in Burgund, geprägt von einer starken mittelalterlichen Identität, wurde kürzlich unter der Leitung des Architekten Ludovic Forest ein umfangreiches Renovierungsprojekt realisiert. Dieses außergewöhnliche Projekt illustriert auf elegante Weise die Begegnung zweier Zeitlichkeiten: die des historischen Erbes, reich an Geschichte, und die einer bewusst zeitgenössischen Architektur – schlicht und technisch anspruchsvoll.

Die Arbeit an einem denkmalgeschützten Gebäude erfordert besondere Verantwortung. Jede architektonische Entscheidung muss den Bestand respektieren, mit ihm in Dialog treten und sich in eine kulturelle und bauliche Kontinuität einfügen. Ziel war es nicht, das Gebäude in der Vergangenheit einzufrieren oder alte Formen zu imitieren, sondern eine zeitgenössische Handschrift einzuführen, die das mittelalterliche Erbe hervorhebt und wertschätzt.

Für diese Ambition war die Wahl des Materials entscheidend. Es musste eine Lösung gefunden werden, die strukturell, langlebig, präzise und ästhetisch stimmig mit dem Geist des Ortes ist. In diesem Kontext setzte sich das CLT-Eichenholz als naheliegende Wahl durch.

Ein Material im Einklang mit der Geschichte

Eiche nimmt einen besonderen Platz in der französischen Baugeschichte ein. Seit Jahrhunderten für Dachstühle, Fußböden und tragende Bauwerke genutzt, verkörpert sie die Robustheit, die Beständigkeit und die Noblesse der natürlichen Materialien. In einem mittelalterlichen Umfeld ist ihr Einsatz daher mehr als eine ästhetische Entscheidung: Er steht in einer kulturellen Kontinuität.

BatiChêne ermöglicht es, diese Tradition mit modernen Technologien neu zu interpretieren. Dank des Prinzips des duplexen Brettschichtholzes (du bois lamellé croisé) bietet es hohe strukturelle Leistungen, große dimensionsstabile Präzision und Ausführungsgenauigkeit, die den heutigen Anforderungen entspricht. Es wird so zu einer Brücke zwischen traditionellem Handwerk und moderner Ingenieurkunst.

In diesem Projekt versucht das Material nicht, sich durch Nachahmung in das Alte einzufügen. Im Gegenteil, es betont seine Zeitgenossenschaft und respektiert zugleich die Materialität des Ortes. Der Dialog zwischen mittelalterlichem Stein und massiver Eiche schafft eine kontrollierte Spannung und hebt die Qualitäten beider hervor.

Eine tragende, nachhaltige und stimmige Lösung

Über die denkmalpflegerische Dimension hinaus musste die Renovierung präzise strukturelle Anforderungen erfüllen. Die zeitgenössischen Eingriffe erforderten eine tragfähige Lösung, die Stabilität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit gewährleistet.

Das CLT-Eichenholz ermöglichte die Entwicklung von Bauelementen, die sowohl leistungsstark als auch elegant sind. Seine Fähigkeit, große Spannweiten zu überbrücken und gleichzeitig die Querschnitte beherrschbar zu halten, bietet große architektonische Freiheit. Diese strukturelle Leistung geht einher mit ausgezeichneter zeitlicher Stabilität, die in einem denkmalgeschützten Kontext unerlässlich ist.

Nachhaltigkeit bedeutet auch Umweltverträglichkeit. Als nachwachsender Rohstoff speichert die Eiche während ihres gesamten Lebenszyklus Kohlenstoff und entspricht einer verantwortungsvollen Bauweise. In einem Projekt, bei dem die Geschichte des Bauwerks selbst eine Form von Beständigkeit darstellt – da das Gebäude Jahrhunderte überdauert – verlängert der Einsatz eines biobasierten Materials diese positive Strategie.

Natürliche Ästhetik ohne Schnörkel

Ein starker gestalterischer Ansatz des Projekts liegt im sichtbaren Ausdruck des Materials. Das CLT-Eichenholz wurde sichtbar belassen, ohne überflüssige Oberflächenbehandlung. Dieser Ansatz verstärkt die architektonische Ehrlichkeit des Eingriffs.

Die warme Farbe der Eiche, ihr markantes Maserungsmuster und ihre lebendige Textur, verleihen dem Raum eine sensorische Dimension. Auf die Mineralität des Steins antwortet die Wärme des Holzes. Auf die Rauheit der alten Wände trifft die Präzision der bearbeiteten Paneele. Diese Dualität schafft ein starkes räumliches Erlebnis, in dem das Auge sofort den Unterschied zwischen Alt und Neu erkennt.

Die Abwesenheit zusätzlicher Oberflächenbearbeitung unterstützt zudem die konstruktive Schlichtheit. Das Material ist für sich selbst ausreichend. Es übernimmt seine tragende Funktion und bietet gleichzeitig intrinsische ästhetische Qualität. Dieser Ansatz vermeidet übertriebene Dekoration und betont die Authentizität des Holzes.

Innovative Umsetzung für das Projekt

Der Erfolg eines denkmalgerechten Projekts hängt ebenso von der Umsetzung wie von der Planung ab. Das CLT-Eichenholz ermöglichte präzise Eingriffe, angepasst an die Gegebenheiten des Bestands.

Dank der Vorfertigung in der Werkstatt wurden die Elemente im Voraus exakt dimensioniert. Diese Genauigkeit reduziert Anpassungen vor Ort, verkürzt die Bauzeit und minimiert die Eingriffe in die alte Struktur. In einem denkmalgeschützten Umfeld ist diese Kontrolle entscheidend: Sie bewahrt die historische Substanz bestmöglich.

Die Innovation liegt nicht nur in der Materialtechnologie, sondern auch in der Nutzung als eigenständiges architektonisches Element. Die Paneele werden nicht versteckt: Sie gestalten den Raum mit, strukturieren die Volumen und betonen die Modernität des Projekts.

Engagierte architektonische Vision

Mit diesem Projekt zeigt Ludovic Forest einen sensiblen und engagierten Ansatz der denkmalgerechten Renovierung. Das Material wird nie zufällig gewählt: Es trägt Absicht, Vision und eine Art, den Ort zu bewohnen und weiterzugeben.

BatiChêne ist damit mehr als ein einfaches Baumaterial. Es trägt zu einer ganzheitlichen Reflexion über die Intervention im Bestand, nachhaltiges Bauen und die Nutzung lokaler Ressourcen bei.

Dieses Projekt zeigt die Fähigkeit des Massivholzes, sich in anspruchsvollen Kontexten zu behaupten, sei es technisch, regulatorisch oder denkmalpflegerisch. Es beweist auch, dass Moderne und Tradition nicht im Widerspruch stehen, sondern sich ergänzen.

Verwendete Produkte

Verwendete Holzarten

Weitere Umsetzungen

Französisch verarbeitetes holz | Impressum

Ducerf Konzern 71120 Vendenesse-lès-Charolles, France - Phone. +33 (0)3 85 88 28 28 - Fax +33 (0)3 85 88 28 38