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Bilanz 2025 – Ziele & Perspektiven 2026 der Ducerf-Gruppe

il y a 3 jours
Bilanz 2025 – Ziele & Perspektiven 2026 der Ducerf-Gruppe

Anpassen, investieren und Know-how wertschätzen

Als historischer Akteur der Holzbranche seit 1885 stellt die Ducerf-Gruppe ihre Perspektiven für 2026 in einem wirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfeld vor, das weiterhin von anhaltenden Spannungen geprägt ist. Angesichts volatiler Märkte, einer Abschwächung der Bautätigkeit und dauerhaft steigender Kosten bestätigt die Gruppe ihre strategische Ausrichtung auf Besonnenheit: gezielte Investitionen in die industriellen Anlagen, Entwicklung höherwertiger Produkte sowie die Fortführung konkreter Verpflichtungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Qualität und Arbeitsbedingungen.

Im Jahr 2025 stabilisierte sich der Gruppenumsatz bei rund 36 Mio. €. Das Jahr war von einem ungünstigen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfeld geprägt, das den Handlungsspielraum einschränkte. Dennoch konnten die Organisation konsolidiert, industrielle und kommerzielle Prozesse angepasst und notwendige Weiterentwicklungen für die kommenden Jahre vorbereitet werden – im Sinne der Kontinuität.

Ein anspruchsvolles Umfeld mit unterschiedlichen Perspektiven

Nach der starken Dynamik im Anschluss an die Pandemie verzeichnet der Holzmarkt derzeit eine deutliche Abschwächung. In Frankreich belasten der Rückgang der Bautätigkeit, die sinkende Konsumnachfrage der Haushalte sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Nachfrage. Diese Situation erfordert von den Marktteilnehmern eine kontinuierliche Anpassung sowie eine präzise Steuerung von Produktionsmengen und Kosten.

In diesem Kontext stützt sich die Ducerf-Gruppe auf die Vielfalt ihrer Kundenstruktur und ihre internationale Präsenz, um ihr Aktivitätsniveau zu sichern. Die Umsatzverteilung – 55 % in Frankreich und 45 % im Export – reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und federt konjunkturelle Schwankungen ab. International findet französische Eiche weiterhin Absatzmärkte, auch wenn diese selektiv und sensibel gegenüber wirtschaftlichen Entwicklungen bleiben.

In Frankreich konzentriert sich die Nachfrage zunehmend auf weiterverarbeitete Produkte und weniger auf Schnittholz. Wachstumssegmente wie die Denkmalrestaurierung oder der Holzfenster- und Türenbau fördern weiterhin französisches Know-how. Diese Entwicklung wird durch die Umweltverordnung RE2020 verstärkt, die den Einsatz biobasierter und ökologisch leistungsfähiger Materialien fördert und Holz ins Zentrum nachhaltigen Bauens und verantwortungsvoller Sanierung stellt.

„Unsere Strategie ist klar langfristig ausgerichtet: Wir priorisieren die Entwicklung stärker veredelter und höherwertiger Produkte anstelle zusätzlicher Mengen – beispielsweise durch den Ausbau von Kanteln und Türkomponenten für die industrielle Holzverarbeitung oder durch bauspezifische Produkte wie CLT Batichêne.“
Edouard Ducerf

Maßvolle Investitionen zur Sicherung der Produktionsmittel und Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Im Jahr 2025 verfolgte die Gruppe eine bewusst selektive Investitionspolitik mit Fokus auf Sicherheit, Reduzierung körperlicher Belastungen für Mitarbeitende und Zuverlässigkeit der Produktionsanlagen. Im Sägewerk wurden Anlagen modernisiert, der Brandschutz verstärkt und Produktionsprozesse optimiert, insbesondere durch die Installation einer neuen Entrindungsanlage. In der Weiterverarbeitung wurden Investitionen in Förder- und Produktionstechnik sowie in die Modernisierung der Sozialräume getätigt.

Für 2026 bleibt die Gruppe angesichts der aktuellen Konjunktur bei Investitionen zurückhaltend. Ein strukturierendes Projekt ist die Installation einer Produktionslinie für gepresste Holzbriketts am Standort Bois Profilés in Charolles (ca. 750 T€), analog zur 2022 installierten Linie am Standort Bourgogne Bois Industrie. Ziel ist eine Produktion von 1.300 Tonnen im ersten Jahr und 1.600 Tonnen im Regelbetrieb.

Diese Investition unterstreicht den Willen der Gruppe, Nebenprodukte optimal zu verwerten und die wachsende Nachfrage im Inland zu bedienen.

Fachmessen: Nähe zu den Märkten sichern

In einem angespannten Marktumfeld bleibt die Präsenz auf nationalen und internationalen Fachmessen ein wichtiger Hebel, um bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen, neue Projekte zu identifizieren und den Austausch innerhalb der Branche zu fördern.

Die Teilnahme an Leitmessen wie der Fensterbau Frontale in Deutschland im März sowie am Carrefour International du Bois im Juni 2026 verdeutlicht die Strategie der Gruppe: Sichtbarkeit mit Kundennähe verbinden.

Strukturierter und schrittweiser CSR-Ansatz

Seit ihrer Gründung im Jahr 1885 verfolgt die Ducerf-Gruppe eine langfristige Vision, die auf verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und der Weitergabe von Know-how basiert. Dieses Selbstverständnis zeigt sich in konkreten Verpflichtungen, die schrittweise in industrielle und soziale Praktiken integriert wurden.

Im Jahr 2025 erhielt Ducerf die EcoVadis-Zertifizierung, welche die CSR-Leistung von Unternehmen bewertet. Diese Anerkennung formalisiert bestehende Maßnahmen und identifiziert zugleich Verbesserungspotenziale. Sie ergänzt die bereits vorhandenen Zertifizierungen (PEFC, FSC, Bois de France, CTB-LCA usw.) und bietet einen zusätzlichen Rahmen zur Strukturierung der CSR-Strategie, zur Stärkung der Transparenz und zur Erfüllung steigender Erwartungen von Kunden und Partnern.

„Die EcoVadis-Zertifizierung bestätigt unser langjähriges Engagement. Sie gibt uns zudem Orientierungspunkte, um unsere Praktiken pragmatisch und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Unser CSR-Engagement spiegelt sich ebenfalls in unserer Personalpolitik wider, die darauf abzielt, Mitarbeitende zu begleiten, Kompetenzen zu entwickeln und berufliche Perspektiven zu sichern.“
Édouard Ducerf, CEO

Ausblick 2026: klare Prioritäten in einem unsicheren Umfeld

Trotz wirtschaftlicher und klimatischer Unsicherheiten geht die Gruppe das Jahr 2026 mit Besonnenheit und Pragmatismus an. Die Strategie basiert auf gezielten und strukturierenden Investitionen zur Modernisierung der Anlagen und Optimierung der Prozesse. Gleichzeitig stützt sich die Gruppe auf ein diversifiziertes und qualitativ hochwertiges Produktportfolio, das Kundenbedürfnisse erfüllt und Mehrwert schafft.

Parallel dazu wird das Engagement in den Bereichen CSR und Arbeitgebermarke weiter gestärkt, unterstützt durch verantwortungsvolle Praktiken und anerkannte Zertifizierungen, die Qualität und Rückverfolgbarkeit der Produkte gewährleisten. Eine nationale wie internationale Kundennähe sichert stabile und nachhaltige Partnerschaften und eröffnet neue Entwicklungschancen.

„In einem unsicheren Umfeld ist es aus unserer Sicht der beste Weg, der Zukunft der Gruppe zu begegnen, aufmerksam gegenüber dem Wald zu bleiben und verantwortungsvoll zu handeln.“
Édouard Ducerf

Auf diesen Grundlagen – Anpassungsfähigkeit, maßvolle Investitionen und Verantwortung – baut die Ducerf-Gruppe ihre Perspektiven für 2026 und darüber hinaus auf, im Sinne von Kontinuität und nachhaltiger Entwicklung der Holzbranche.

Bilanz 2025 – Ziele & Perspektiven 2026 der Ducerf-Gruppe
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